Zur aktuellen Arbeit
1. Dezember
Seit September will ich die ABC-Lernwerkstatt von Erika Brinkmann analysieren - ein Gegenkonzept zum Fibelformat. Die Lernwerkstatt ist dem Spracherfahrungsansatz verpflichtet, also der Didaktik des eigenaktiven Weges der Kinder in die Schrift und mit der Schrift.
Dann stolperte ich wieder über den negativ gemeinten Begriff "Schreiben nach Gehör", der auch dem Spracherfahrungsansatz angehängt wurde. Das wiederum veranlasste mich, zuerst dem nachzugehen, was mit "Schreiben nach Gehör" gemeint ist: dem lautbezogenen Schreiben.
Das führte mich in die 1980er Jahre, unter anderm auch zu Jürgen Reichens Lesen durch Schreiben. Inzwischen habe ich den Beitrag dazu auf die Website gestellt: Fibel-Geschichte(n): Ab 1982 Lerngänge statt Lehrgang.
Auf diesem Hintergrund kann ich mich nun der ABC-Lernwerkstatt widmen und studiere das Konvolut von Materialien: Heften, Karteikarten, Digitalem, Lehrerband in den Ausgaben von 2008/09 und 2019. Mich interessiert besonders, wie es mit den Materialien gelingen kann, den Kindern Raum für individuelle Entwicklungen zu geben und dabei die erforderlichen Kompetenzen zu sichern.